PIWI: Regent

Sensorische Beschreibung: 

Der Regent ist oft geprägt von deutlichen Kirsch- und Zwetschgennoten, sowie Aromen von roten Beeren, teils mit südländischer Charakteristik. Vorhandene phenolische Komponenten wirken bei jungen Weinen oft schon reif und eingebunden. Bei engenreduziertem Anbau entstehen Weine mit großer Dichte, eigener phenolisch-holziger Aromatik und mineralischen Strukturen. Er erinnert manchmal an reife Merlots oder dichte Dornfelder.

Sortencharakteristik:
Bei Ertragsreduzierung gut geeignet für Barriqueausbau. Für ökologisch arbeitende Betriebe ist eine beliebte Rotweinsorte. Ein reduktiver Ausbau wird empfohlen. Die Lese sollte wegen des Ablösens der Beeren (s.o.) und eines deutlichen Säurerückgangs nicht zu spät erfolgen. Die Weine sind körperreich mit einer guten Balance von Tanninen und Aromen und erinnern oft an Rotweine südländischer Herkünfte. 

Geschichte:
Bereits 1967 wurde mit der Züchtung begonnen. Prof. Dr.Dr.h.c.G. Alleweldt kreuzte an der Bundesanstalt für Züchtungsforschung Geilweilerhof Diana x Ch ambourcin. Der Kreuzungspartner Diana ist eine Kreuzung aus Sylvaner x Müller-Thurgau. Champorcin ist eine komplexe französische Hybride. Die ersten Kreuzungen mussten über Jahre selektioniert und die besten Einzelstöcke Vermehrt werden. Erste Pflanzungen in den Weinbauversuchsbetrieben erfolgten ab 1985. Im Jahr 1993 wurde der Sortenschutz erteilt, zwei Jahre später erfolgt die Eintragung in die Sortenliste, 1997 die Zulassung für die Qualitätsweinproduktion. 

Kreuzung
Diana (Silvaner x Müller-Thurgau) x Chambourcin

Herkunft
Julius Kühn-Institut, Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof, Siebeldingen, Deutschland

Herkunft: piwi-international.de